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Lichtmaschinen


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Mögliche Fehler / Prüfungen:


Batterie Spannung messen,  Batterie leer,  Batterie aufgebläht, Batterie kocht, Batterie kaputt defekt, Batterie überladen, Batterie wird nicht geladen,  Überprüfung des Batterieladekreises,  Ladestrom zu klein, Fehlersuche Lichtmaschine, Spulenturm schwarz, Spulenwicklung verkohlt, Lichtmaschine läd nicht, keine Ladung der Batterie, Generator prüfung, Generator defekt, Generator Test, Lima, Lichtmaschine Test,  Lichtmaschine Temperatur zu hoch, Stator Test, Stator messen prüfen, Strator defekt kaputt, Ankerplatte defekt, schwaches Licht, Birnen brennen durch, Fremdstarten nötig, keine Zündung, Motorrad bleibt stehen, Stromverbraucher haben keine Spannung, Ladestrom messen, Wicklung vom Stator gebrochen unterbrochen, Fremderregte Lichtmaschine testen,

Wenn die Batterie streikt

? Überprüfen des Ladekreises
Die meisten Motorräder beziehen die Energie für Licht, Starter, Zündung etc. aus der Batterie. Ohne ausreichende Batteriespannung sind die Fahrzeuge nicht mehr fahrtüchtig. Eine leere Batterie kann mehrere Ursachen haben:
Batterie defekt ( Lagenschluß )
Die Batterie wird im Fahrbetrieb nicht ausreichend geladen.
Ein Kriechstrom ( Isolationsschaden ) bzw. ein Verbraucher zieht Strom.

Wie erkenne ich rechtzeitig eine schwache Batterie?


Die Ladekontrolllampe leuchtet auf.
Der Anlasser dreht sich langsam.
Licht wird während der Fahrt schwächer

Fehlereingrenzung


Zuerst Batterieladekreis überprüfen:
Batteriepole und + und - Leitungen dürfen nicht korrodiert sein.
Steckverbindungen des Regler- und Lichtmaschinenanschlusses prüfen. Sie sollen  sauber sein und fest sitzen.
Die Leitungen dürfen keine Bruch-, Scheuer-, Brand- oder Korrosionsspuren aufweisen. 
Regler/Gleichrichter auf sichtbare mechanische Mängel überprüfen.
Immer den kompletten Batterieladekreis überprüfen! ( Auch wenn bereits ein Fehler gefunden wurde).

Für die folgende Prüfungen sollte die Batterie geladen und in gutem Zustand sein.

Messen der Ladespannung


Eine Messung der Spannung an der Batterie zeigt, ob der Ladekreis richtig arbeitet.
Machen Sie die Batteriepole zugänglich.
Stellen Sie Ihr Multimeter bei 12-Volt-Bordelektrik auf den Messbereich 20 Volt/Gleichspannung .
Schließen Sie es am Plus- und Minuspol der Batterie an.
Bei einer Blei-Batterie sollte die Messung ca. 12,5-12,9 Volt betragen.
Lassen Sie den Motor laufen und erhöhen die Drehzahl auf ca. 3000-4000 U/min.
Die Spannung soll dann je nach Drehzahl auf 13,3 bis 14,8 Volt ansteigen, diesen Wert aber nicht überschreiten.
Ist der Wert überschritten, ist der Spannungsregler defekt.
Die Ladespannung  wird nicht mehr richtig abgeregelt.
Schäden an Batterie und Elektrik sind wahrscheinlich ( Säureaustritt an der Batterie, durchgebrannte Birnen, etc.  )
Auch Spannungsspitzen deuten auf einen defekten Gleichrichter hin.

Wird trotz steigender Drehzahl kein Anstieg der Spannung festgestellt, bringt die Lichtmaschine vermutlich keinen ausreichenden Ladestrom.

Eine Überprüfung der Lichtmaschine ist notwendig.

Prüfen der Lichtmaschine
1. Lichtmaschine mit Dauermagnet-Rotor
Dauermagnet-Rotoren arbeiten in Sternlichtmaschinen.
Durch Drehbewegung des Rotors wird in den Wicklungen des Stators eine Spannung induziert. Der Rotor ist oft auf dem Kurbelwellenzapfen montiert und läuft im Ölbad. Durch Überhitzung und durch Überlastung des Reglers treten Defekte auf.

Prüfen der Wechselspannung


Trennen Sie das Kabel der Lichtmaschine vom Regler/Gleichrichter.
Messen Sie die Wechsel-Spannung direkt an der Lichtmaschine (Messbereich bis 200 V Wechselpannung ).
Verbinden Sie je zwei Kontakte des Steckers der Lichtmaschine mit den Prüfspitzen Ihres Multimeters.
Messen Sie die Spannung zwischen 2 Steckern der Lichtmaschine bei einer Drehzahl von 3000-4000 U/min. Alle 3 Leitungen gegeneinader messen und die Spannungswerte miteinander vergleichen.  Stellen Sie den Motor zwischen den Messungen ab.  Die Spannungswerte werden sich zwischen 50 V - 70 V einfinden. Stark abweichender Meßwert lassen auf einen Defekt schließen.

Prüfung der Lichmaschine auf Masseschluss und Widerstandsprüfung


Ist die Spannungserzeugung der Lichtmaschine zu gering, kann ein Masseschluß oder eine Unterbrechung in der Wicklung der Grund sein.
 Durch Widerstandsmessungen kann man die Fehler aufspüren.
Führen sie eine Ohmmessung bei ausgeschalteter Zundung durch. Multimeter Minuskabel auf Masse klemmen und mit der anderen Prüfspitze alle Kontakte des Steckers der Lichtmaschine messen. Die Widerstandsmessung muß unendlich sein ( kein Durchgang ). Falls ein Widerstand gemessen wird, hat der Stator einen Masseschluß und ist defekt.
Als nächste Widerstandsmessungen sind die Kontakte ( Spulen ) gegeneinander zu messen.  Der gemessene Widerstand sollte bei allen 3 Messungen ähnliche Werte ergeben. In der Regel unter 1 Ohm ( siehe Angaben im Werstatthandbuch ). Abweichende Messungen zB.  0 Ohm bedeutet Kurzschluß und bei höherem Widerstandswert als die anderen Vergleichsmessungen deuten auf Fehler in der Wicklung hin. Beide Messungen sagen aus, daß der Stator defekt ist.
Sind bei den Widerstandsmessungen keine Fehler gefunden worden und die Lichtmaschinenspannung ist zu gering kann es am entmagnetisierten Rotor liegen. ( Dauermagneten unterliegen einer Alterung )

2. Prüfen einer Kollektorlichtmaschine


Im Unterschied zur vorher gemessenen Lichtmaschine mit Dauermagnet induziert die Kollektorlichtmaschine den Strom mit Hilfe eines äußeren Elektromagneten. Über Schleifkohlen wird der Strom am Kollektor des Rotors abgegriffen. Kollektorlichtmaschinen sind meist am Motor angeflanscht. Der Regler ist oft in der Lichtmaschine integriert. Auch externe Regler werden verbaut bei Lichtmaschinen die auf dem Kurbelwellenstumpf arbeiten.
Fehler und zu geringe Lichtmaschinenleistung können bei diesem Lichtmaschinentyp durch Vibrationen, hohe Temperatur und verschlissene Schleifkohlen oder abgenutzen Kollektor verursacht werden.
Zur Überprüfung der Lichtmaschine ist es sinnvoll diese vom Motor abzubauen und zu zerlegen. Vorher Batterie abklemmen nicht vergessen!

Fehlereingrenzung / Behebung:


Länge der Kohlebürsten prüfen ( verschlissene Teile auswechseln ),
Andruckkraft der Bürstenfedern prüfen, 
 Kollektor mit Benzin oder Bremsenreiniger reinigen / entfetten
 Kollektor mit feinem Schleifpapier abziehen
Kollektornuten sollen ca. 0,5 - 1 mm betragen
evt. mit Sägeblatt nachschneiden oder wenn die Verschleißgrenze des Schleifrings erreicht ist - Rotor ersetzen

Überprüfung der Statorwicklung


1. Messung
Die Feldwicklungen durch Widerstandsmessung. Die Meßstrippe je vor und nach einer Feldwicklung anschließen. Die Meßwerte sollen einen ähnliche Werte aufweisen  ( weniger als 1 Ohm, Meßwert mit originalem Wert aus dem Werkstattbuch vergleichen). Bei zu hohem Meßwert liegt eine Unterbrechung vor.
2. Messung
Widerstandsmessung in hohem Ohmbereich wählen und + Prüfspitze an Statorwicklung halten die - Prüfspitze mit Masse verbinden. Meßwert muß unendlich sein. Andernfalls hat der Stator einen Masseschluß.
3. Messung
Widerstandsmessung zwischen den Kollektorlamellen des Rotors. Alle Lamellen gegeneinander messen. Meßwert ca. 2 - 4 Ohm. Meßwerte mit Angabe aus dem Werkstatthandbuch vergleichen. Bei 0 Ohm - Kurzschluß, Meßwert zu hoch - Unterbrechung.  Bei Rotordefekt ist dieser zu ersetzen. 
4. Messung
Zur Rotor-Widerstandsmessung  hohen Ohmbereich wählen, + Strippe vom Multimeter an die jeweilige Kollektorlamelle und die - Leitung an Masse halten ( zB. Achse ).  Meßwert muß unendlich sein. Andernfalls hat der Stator einen Masseschluß. Rotor ist zu ersetzen.

Kollektorlichtmaschinen die auf dem Kurbelwellenstumpf montiert sind freizulegen.
Vorher Batterie abklemmen!
 Kollektor, Rotor und Stator überprüfen. Zu geringe Lichtmaschinenleistung kann durch defekte Andruckfedern, abgenutze Kohlen oder einen verölten Kollektor verursacht werden. Bei feuchten oder öligem Kollektor, Abdichtung überprüfen. 
Durch Messung zwischen den Kupferbahnen des Kollektors werden die Rotorwicklungen geprüft ( Meßwert ca. 2 - 6  Ohm ). Meßwert mit Angabe im Werkstattbuch vergeichen. Meßwert 0 bedeutet Kurzschluß, ist der Meßwert zu hoch liegt ein Wicklungsbruch vor. Die Messung gegen Masse muß einen unendlich hohen Widerstand ergeben. Andernfalls lieg ein  Masseschluß vor.
Genau wie bei externer Kollektorlichtmaschine beschrieben wird auch bei dieser Bauform die Statorwicklungen auf Durchgang und Masseschluß an den Kabelanschlüssen gemessen.


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